Aktionen in Deutschland
Jeder der seiner Katze oder seinem Kater Freilauf gewährt sollte das Tier kastrieren lassen um Nachwuchs zu vermeiden, die Tierheime laufen über mit diesen armen ungewollten Samtpfoten.
Ca. 100.000 Tiere landen dort pro Jahr, unzählige sterben an Krankheiten oder werden getötet und verantwortungslose Tierhalter die ihre Freigänger nicht kastrieren lassen tragen eine erhebliche Mitschuld an diesem Elend.
Laut Statistik wächst die Population innerhalb von 10 Jahren auf unvorstellbare 80 Millionen Tiere an wenn eine Katze zweimal im Jahr drei Junge bekommt, denn dieser Nachwuchs vermehrt sich ja wiederum.
Folgende Samtpfötchen stehen für viele, die wir im Laufe der Zeit eingefangen und nach ihrer Kastration wieder an ihre angestammten Plätze zurück gebracht haben - die wenigsten verwilderten Katzen können wir vermitteln.

Freilebende, verwilderte Katzen sind nicht auf den Menschen geprägt und extrem scheu, sie lassen sich kaum oder gar nicht anfassen. Von daher wäre das Einsperren für sie, in Tierheime aber auch in Haushalte, pure Quälerei.
Es werden aber Futterplätze für sie eingerichtet und darauf geachtet dass sie ein warmes und trockenes Plätzchen vorfinden.
Da sich die Tiere bei regelmäßiger Fütterung immer wieder dort einfinden haben wir gute Möglichkeiten kranke oder verletzte Katzen zu versorgen und andere hungrige Mäulchen, die sich dort eingefunden haben, zur Kastration einzufangen.
Schon so manches Mal überraschte uns ein Neuankömmling mit Nachwuchs...

...sie werden natürlich immer in gute Hände vermittelt und nicht zurück gesetzt!
2007:
Diese kleinen armen Schätze haben wir im Herbst 2007 in Salzgitter-Bad im wahrsten Sinne des Wortes von der Strasse gesammelt, ihre Mama wurde schon Opfer des Verkehrs.
Katzenschnupfen, dehydriert, unterernährt...

...eine der vier Kitten hat es leider nicht geschafft, für sie kam jede Hilfe zu spät und wir konnten sie nur noch von ihrem Leid erlösen...
Freitag, 28.05.2010:
Es geht schon wieder los...!
Am Freitag bekam Michi einen Anruf von einem netten jungen Mann names Tobi: „...in meinem Garten ist eine Mutterkatze mit ihren fünf Babys..., ich weiß nicht was ich machen soll..., bis auf einen Meter komme ich heran, aber nicht weiter...“. Also saßen wir eine Stunde später bei Michi im Auto, bepackt mit drei Fallen (sicher ist sicher) und zwei Boxen.
Dort angekommen konnten wir auch gleich eine kleine rote und eine schwarze Katze sehen.
Die Rote schnappte sich Michi gleich mit einem beherzten Griff - puh eine hätten wir.
Da waren es noch fünf...
Nachdem das schwarze Kätzchen sich in die Büsche geschlagen hatte schauten wir nach wo denn die anderen sein könnten. Nach kurzer Zeit fauchte uns etwas aus dem Gebüsch an, aha die Mama, und da waren auch die anderen Babys, zwei schwarze, eine rote und ein Grautigerchen. Nachdem wir im Garten unsere drei Fallen verteilt hatten hieß es abwarten und Tee trinken, nein, eher eine Rauchen ;-).
Wir warteten und warteten, und als wir schon fast für diesen Tag aufgeben wollten, bemerkte Michi, wie zwei Kinder an einem Kellerfenster standen und fasziniert hinein schauten. Die Kinder meinten die Katzen wären da drin!
Also rum um´s Haus, überall klingeln Sch... keiner da. Der junge Mann, der uns wegen der Katzen angerufen hat, meinte, dass er jemanden kennt der einen Schlüssel zu den Kellerräumen hat. Als wir in den Keller kamen (wir haben natürlich das Fenster von außen schon zu gemacht) war uns sofort klar, dass die Miezies da wohl häufiger drin waren, es roch schon ziemlich streng. Leider sah der Keller so aus wie Keller meist so aussehen, viel Gerümpel und bis unter die Decke voll, na toll, auch noch alles räumen, und mal eben nett Hausfriedensbruch begehen ;-).
Gesagt getan, und so langsam näherten wir uns den Katzen. Tobi und ein Nachbar halfen uns dabei, Gott sei´s gedankt. Als die Mama zum Vorschein kam streckte Tobi todesmutig seine Hand aus und siehe da, man kann sie anfassen, was für ein Glück. Nach ein paar Kratzern, Bissen und dreckigen Klamotten hatten wir nun die ganze Katzenfamilie beisammen.
Nachdem wir uns bei allen für ihre Hilfe tausend mal bedankt hatten, fuhren wir mit den Samtpfötchen gleich zum Tierarzt. Bis auf eine Millionen Zecken und wenigstens genau so vielen Flöhen und einem Quitsch Auge bei Baby Numero 1, alle okay. So kann man seine Tage auch verbringen, doch dafür umso weniger Katzennachwuchs in Salzgitter!
In der Zeit, als wir auf den Schlüssel warteten, fragte mich eines der Kinder, warum es denn so wichtig ist, dass man Katzen einfängt, die keinen Besitzer haben. Ich stellte dann mit ihr eine Rechnung auf: „Schau mal, die Mama hat nun fünf Babys. Angenommen davon sind zwei Mädchen, die bekommen wiederum Kinder, genau wie die Mama. Wie viele Katzen wären es, wenn jede fünf Babys bekommt?“ Sie sagte 10.“ Und die Mama?“ Ach ja, also 15. „Genau! Und davon sind wieder zwei Katzen weiblich die Babys bekommen, und und und... Das Mädel hat riesige Augen bekommen und ich glaube zumindest sie hat verstanden....!!!
P.S. Diese Katzenfangaktion war nicht die erste, und wird auch nicht die letzte hier im Raum Salzgitter gewesen sein, seit Jahren geht das schon so. Wie viele haben wir schon eingefangen und vermittelt, wie viele schon kastriert wieder in ihre Reviere gebracht, da sie für ein Leben in der Familie einfach zu scheu waren – natürlich nicht, ohne einen Futterplatz für sie eingerichtet zu haben und dafür zu sorgen, dass sie einen warmen Schlafplatz vorfinden!
Auch haben wir schon über die hiesige Zeitung Aufrufe gestartet, Katzen doch bitte kastrieren zu lassen, doch scheint es leider die wenigsten zu interessieren, wie überall...
Von Sandra + Michi "Fellchen in Not e.V."
Fast unglaublich aber wahr, nicht nur ungewollte Katzen werden von uns versorgt, auch ausgesetzte Hauskaninchen habe ich schon einfangen müssen...
Aufgrund meines Schriftzuges am Auto „Tiere in Not – wir helfen“ gab man mir am 07.08.2008 den Tipp, dass auf dem Parkplatz zum Vogelbeobachtungsturm am „Heerter See“ bei Gebhardshagen Hauskaninchen gesehen wurden - nur ein paar hundert Meter weiter fand ich auch Luna...


Nach vier Tagen Geduld gelang es mir endlich, drei der vier scheuen Tiere einzufangen, eines war leider nicht mehr aufzufinden.
Haustiere, auch Kaninchen, haben in freier Wildbahn keine Überlebenschance, und es macht mich einfach nur wütend, dass viele Menschen so gewissenlos handeln!
Für die Kaninchen, die nur zusammen vermittelt werden, suche ich nun ein artgerechtes Zuhause, keinesfalls sollen sie als Spielzeug in einem Kinderzimmer enden!

Mittlerweile sind sie geimpft, und das dunkle Böckchen auch kastriert.
Von Michi "Fellchen in Not e.V."
Super tolles Kaninchenzuhause gefunden :-)))!!!
Ist zwar´ ne Ecke weg, in Waldaschaff, aber dafür ein Paradies für Hasis!
Aber wieder zu den Katzen:
Einer unserer Futterplätze in einem Nachbardorf...


...in der großen Scheune können sich "unsere" Katzen gut verstecken und finden auch warme Plätzchen zwischen Heu und Stroh...



Natürlich vergessen wir auch nicht den alten "Konstantin"...

...und seine kleine Familie!
Wenn der "Chef" kommt...

...geht der Rest der Bande besser Krallen schärfen, oder aber in Deckung ...

Auch für unsere "Wildlinge" freuen wir uns immer über eine kleine Futterspende!
Diese Katzen haben wir Anfang 2009 aus schlechter Haltung heraus holen...

...und in gute Hände vermitteln können.
Auch viele Hunde aus Deutschland, abgegeben und/oder misshandelt, sind schon durch unsere Hände gegangen - doch aus rechtlichen Gründen dürfen wir nicht immer Bilder oder Beschreibungen von ihnen einsetzen.