Eine Tierschutzkatze zieht ein - wertvolle Tipps für Pflegeeltern und Adoptanten!

Bitte besorgen Sie sich auch noch einiges an Fachliteratur, folgende Zeilen und ein Buch wird nicht ausreichen, um Sie mit dem nötigen Wissen zu versorgen!

Katzengesellschaft:

Auch Katzen sind nicht gern allein, und zeigen ihren Missmut oft durch Unsauberkeit. Von daher tun Sie ihnen und auch sich den Gefallen und halten sie Katzen nur zu zweit.

Beobachten Sie bitte einmal spielende Katzenkinder. Sie werden sehen, dass Sie einen Artgenossen nie ersetzen können!

Unser Verein vermittelt Katzen nur im Doppelpack oder zu einer schon wohnhaften Katze, es sei denn, wir wissen genau, dass sie sich ohne Partner wohler fühlt.

Lob und Tadel:

Um es gleich vorweg zu nehmen, eine Katze werden Sie kaum „erziehen“ können wie einen Hund, es gibt aber doch das eine oder andere Exemplar, welches Sie mit folgenden Methoden beeindrucken können ;-)!

Wenn Ihre Katze erwünschtes Verhalten zeigt, SOFORT loben/belohnen, nur eine Sekunde später wird der Effekt geringer. Zeigt Ihre Katze unerwünschtes Verhalten ersparen Sie sich Ihre Katze anzuschreien, im schlimmsten Falle sogar zu schlagen, das einzige was Sie damit erreichen, ist, dass die Katze Ihnen in Zukunft nicht mehr Vertrauen wird!

Mit einem zischenden Laut, oder dem Einsatz einer Blumenspritze, wobei die Katze möglichst nicht bemerken soll von wem „die Strafe“ ausgeht (siehe Vertrauensverlust), erzielt man eher Erfolge! Natürlich ist Konsequenz in der „Erziehung“, sofern man Katzen, wie schon erwähnt überhaupt erziehen kann, das A und O.

Als Beispiel: Darf die Katze nicht auf den Tisch, setzt man sie mit einem „Nein“ herunter. Sie wird es ganz bestimmt wieder probieren. Bleiben Sie aber hartnäckig und setzen Ihre Katze IMMER mit „Nein“ herunter, wird sie wahrscheinlich „aufgeben“, mit der Betonung auf wahrscheinlich! Sind Sie nicht Zuhause, wird Ihre Katze eh liegen wo sie will.

Wenn Sie Ihrer Katze Dinge abgewöhnen möchten, dürfen Sie es ihr natürlich nicht einmal erlauben, um sie im nächsten Moment dafür zu tadeln, so lernt die Katze natürlich nicht was sie darf, bzw. nicht darf – ruhige Konsequenz ist wie gesagt die beste „Erziehungsmethode“!

Was Ihre Katze benötigt:

Ganz viel Liebe!!!

Einen Kratzbaum, den Sie an einen interessanten zentralen, aber trotzdem ungestörten Platz stellen, eine Katze muss die Möglichkeit bekommen ihre Krallen wetzen zu können!

Decken, Kissen zum Schlafen.

Spielzeug und davon eine ganze Reihe (aus tierschutzrelevanten Gründen KEIN Spielzeug mit echtem Fell, Stoffmäuse tun es auch!!!)

Spielzeug gefüllt mit „Cat-Nip“, Katzenminze, ist für eine Katze eine wahre Freude, bei Kissen mit Baldrian verfallen Sie in einen wahren Rausch ;-)!

Katzentoilette, Spreu und Schaufel. Die Toilette sollte zwei Mal täglich gereinigt, sprich Kot und Urin beseitigt werden, einmal in der Woche komplett reinigen! Bitte stellen Sie die Toilette etwas abseits vom Geschehen auf, und nicht in die Nähe des Futter- und Trinknapfes, Katzen sind da sehr eigen!

Futter- und Trinknapf, evtl. Katzengras

Weiche Bürste

Beispiel Abenteuerspielplatz, wichtig für reine Wohnungskatzen gegen Langeweile:

Legen Sie Kartons verschiedener Größe auf den Boden zum Hindurchklettern, Hineinkrabbeln und Drüberspringen. Legen Sie Kissen auf den Boden, hinter denen das Kätzchen Verstecken spielen kann. Öffnen Sie stabile Papiertüten an beiden Enden – wichtig, AN BEIDEN ENDEN wegen Erstickungsgefahr – schon haben Sie einen wunderbaren Tunnel! Die Trageschlaufen bitte durchschneiden, Gefahr des Erwürgens!

Das ultimative Spielzeug für eine Wohnungskatze aber ist ein Klettergerüst (Kratzbaum, siehe oben). Die größten dieser Spielplätze reichen bis an die Decke und haben mehrere Stockwerke mit Schlafbereich, Höhlen, Hängematte...

Gefahrenquellen für Katzen, UNBEDINGT BEACHTEN:

Die häufigste Ursache die zum Tode einer Wohnungskatze führen sind Fenster in Kippstellung, von daher Fenster NIE ungesichert in Kippstellung lassen!!! Katzen können sich darin einklemmen, sich schwer verletzen und Elend ersticken!!! Im Fachhandel gibt es Sicherungsgitter, die am Fensterrahmen montiert werden können!

Katze NIE bei geöffnetem Fenster unbeaufsichtigt lassen, sie kann entlaufen oder sich beim Sturz aus dem Fenster verletzen! Balkone mit Schutznetz sichern!

Vor jedem Waschgang schauen, ob sich Ihre Katze in der Waschmaschine befindet, sie verstecken sich nämlich für ihr Leben gern, ebenso nachsehen, bevor Sie den Geschirrspüler anstellen!

Dasselbe gilt für den Trockner, Mikrowelle und Ofen, dabei auf heiße Herdplatten achten, beim Kochen Töpfe mit Wasser bereithalten, die dann auf die noch heißen Herdplatten gestellt werden oder diese anderweitig absichern!


Stets den Toilettendeckel geschlossen halten, nicht selten passiert es, dass Katzen in der Toilettenschüssel ertrinken!

Keine Plastiktüten herum liegen lassen, Erstickungsgefahr!

Vorsicht bei offen brennenden Kerzen, schon so mancher Katzenschwanz musste eine leidvolle Erfahrung mit Feuer machen!

Achten Sie darauf, dass Ihre Katze nie unbeaufsichtigt mit Wolle oder Bindfäden spielt. Die Zunge einer Katze ist mit nach hinten gerichteten Häkchen besetzt, in denen Wolle oder Bindfaden sehr schnell hängen bleibt und nicht mehr ausgespuckt werden kann!

Zudem darauf achten, dass sich Ihre Katze an keinem ihrer Spielzeuge erwürgen kann, Spielzeug mit Aufhängevorrichtung beispielsweise, auch die mit Gummiband!

Darauf achten, dass sich keine für Katzen giftigen Pflanzen in der Wohnung befinden, beispielsweise Efeu – dass Zigarettenrauch und Zigarettenstummel Gift für Katzen ist, versteht sich von selbst!!!

Alles Gute für Sie und Ihre Katze und ein glückliches Zusammenleben wünscht

                                                            „Fellchen in Not e.V.“

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