Tierheim "Smeura" in Pitesti - Rumänien

Diese Auffangsstation ist mittlerweile mit seinen über 3.000 Bewohnern das größte Tierheim der Welt - doch rühmen möchte man sich mit dieser "Auszeichnung" wahrlich nicht. Es ist eher eine Schande für das Land Rumänien, dass solch ein überdimensionales Tierheim überhaupt existieren muss und für die Tierheimleitung immer wieder aufs Neue eine enorme Herausforderung die notwendigen Mittel zu bekommen um es auch halten zu können.

Doch gäbe es dieses Tierasyl nicht, würde es um die Tiere Pitestis und der näheren Umgebung sehr düster aussehen - was mit ihnen geschah bevor aus einer Fuchsfarm ein Tierheim wurde können Sie unter Streunerhunde nachlesen.

                            

Hier sind wir aktiv indem wir dieses Tierheim mit Sachspenden, Futter- und Kastrationspatenschaften unterstützen...  

                           
 

 

...sowie beim Transfer und der Vermittlung von Hunden und Katzen helfen soweit es uns möglich ist. Doch helfen können wir in dieser Beziehung nur, wenn wir sicher sind schon im Vorfeld, sprich bevor wir sie nach Deutschland bringen, ein gutes Zuhause auf Lebenszeit oder eine Pflegestelle für sie gefunden zu haben.

 

Auch wenn in Pitesti mit dem Segen der Stadtverwaltung das Projekt
"Catch - Castrate -Release (Einfangen - Kastrieren - Aussetzen) durchgeführt wird, kommen immer wieder Hunde, auch Katzen, in´s Tierheim. Sie werden aufgesammelt oder abgegeben - misshandelt, verunfallt, krank und unterernährt.

Mit diesem Transporter sind die Mitarbeiter der "Smeura" unterwegs um Hunde zum kastrieren einzufangen und zurück zu setzen, wenn nötig werden sie medizinisch versorgt und dort behalten.



Viele junge Hunde die aus Unerfahrenheit die Gefahr des Straßenverkehrs nicht einschätzen können oder vor Hunger auf Aussicht nach was Fressbarem die Straßen überqueren wollen bezahlen dies oft mit ihrem Leben. Die Straßen Rumäniens sind gesäumt mit ihren Leichen und keiner kümmert sich darum. Das sagt uns einiges über die Mentalität der meisten Leute dort.

Für viele sind die Hunde, ob tot oder lebendig, nicht mehr Wert wie der übrige Abfall auf den Straßen...

                                

In der "Smeura" werden Hunde die solch einen Unfall überlebt haben aufgenommen und medizinisch versorgt, sofern das mit den geringen Mitteln die dort zur Verfügung stehen möglich ist.

                                

               

Aber zu welch einem Preis? Wer möchte schon ein behindertes oder gelähmtes Tier adoptieren? Die Pfleger geben sich Mühe jedem von ihnen gerecht zu werden und doch müssen sie, wie ihre gesunden Artgenossen auch, den Rest ihres Lebens hier verbringen - ein Leben lang eingesperrt hinter Gittern, viele schon seit ihrer Geburt... 

In der "Smeura" gibt es nämlich KEINE "Gassigänger" die sie auf die grüne Wiese führen wo sie sich mal richtig austoben könnten, NIEMANDEN der mit ihnen spielt und kaum einer der die Zeit findet einmal ein nettes Wort an sie zu richten - dafür sind es einfach zu viele...

            

 

 

           

Die Hunde in dem großen Auslauf vor der "Casa", einem angeschlossenen Gebäude wo auch wir wohnen dürfen wenn wir dort sind, haben da schon mehr Glück. Tagsüber ist immer jemand vor Ort der sich rund um die Uhr um sie kümmert.

     

     

Hier bestätigt sich immer wieder das tolle Sozialverhalten gegenüber Artgenossen, die Hunde kennen das Rudelleben von der Straße.

Auch vor dem Eingangsbereich der "Smeura" haben sich Straßenhunde niedergelassen. Sie werden täglich gefüttert und warme isolierte Hütten stehen für die kalten und nassen Tage bereit. Warum sollte es einen Grund geben diese kleine sichere Insel zu verlassen? Wo man hier doch so schön entspannen kann...

   

Wüßte man es nicht besser, könnte man bei dem Idyll mit schnurrender Katze die die Abendsonne genießt und schnatternden Gänsen für einen kurzen Augenblick das ganze Grauen in Rumänien vergessen - auch solche Momente gibt es...

...selbst misshandelten und ausgesetzten Pferden gewährt man hier Aufnahme - ja, Sie lesen richtig, viele Pferde werden nicht nur misshandelt sondern auch "ausgesetzt" wenn sie für die Arbeit nicht mehr taugen, und ihrem Schicksal überlassen.

Ziegen...

Und, nicht zu vergessen, dem Esel Lulu ;-)!

 

                                                            Die "Krankenstation"

               

 

           

Mit geringen Mitteln versucht man hier den kranken Tieren zu helfen, doch zu oft wird der Kampf gegen den Tod verloren...

Leider sind auch die unzähligen streunenden Katzen auf den Straßen Rumäniens nicht sicher, auch sie müssen jeden Tag aufs Neue um ihr Überleben kämpfen. 

                                                Das Katzenhaus in der "Smeura" 

                   

Jede Streicheleinheit wird intensiv genossen. Wer weiß wann es die nächste gibt?

                      

                       

Fast täglich werden neue Katzenbabys aufgelesen die draussen keine Überlebenschance hätten, oder dem Menschen abgeschwatzt der sie töten wollte. Erst langsam denkt die rumänische Bevölkerung um und läßt ihre Tiere kastrieren.
 

                  

Hier in der "Smeura" in Pitesti geschieht dies kostenlos, jeder kann seinen Hund oder seine Katze zum kastrieren bringen. Denn nur durch organisierte Geburtenkontrolle besteht die Möglichkeit die Strassentierpopulation zu dezimieren, mit dem Effekt das es in absehbarer Zeit keine Strassentiere mehr geben wird. 

Ein Traum...? Obwohl nachweislich schon einige Kastrationsprojekte erfolgreich abgeschlossen wurden, wird es wohl noch sehr lange dauern bis das ALLE begriffen haben...

Doch Katzenbabys werden lieber ertränkt oder erschlagen, als ihre Mütter kastrieren zu lassen, ganz so wie bei uns in Deutschland... - mehr Informationen darüber finden Sie hier

                                 

                                  

Mein kleiner kranker tapferer Kämpfer, auch Dich mussten wir zurück lassen... ich wünsche Dir das Leben - und werde glücklich...

 

Das "Katzenhaus" wurde Anfang 2008 aufgelöst und die Katzen in eine Pflegestelle außerhalb von Pitesti gebracht...

Im September 2008 haben wir Futterspenden auch dort hin gefahren, welches die hungrigen Mäulchen natürlich gleich in Beschlag nehmen,...

...sie waren alle sehr mager und teilweise auch krank, wir fragen uns, was aus ihnen werden soll - Deutschland erstickt ja förmlich auch schon in Katzen...!

Es ist alles so unendlich traurig, wir werden immer wieder von unseren Gefühlen übermannt wenn wir hierher kommen. Und noch schlimmer ist es wieder fahren zu müssen - mit nur einer Hand voll Tiere.

Es zerreißt einem schier das Herz, auf dem Weg zum Auto von tausend sehnsüchtigen Augenpaaren begleitet zu werden, und zu wissen, dass sich so schnell an der brutalen Situation für die Strassentiere in Rumänien nichts ändern wird...

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