Sie möchten einen Hund adoptieren?

 

Ein Tierschutzhund zieht ein - wichtige Regeln für künftige Adoptanten finden Sie hier

 

Mit der Adoption eines unserer Schützlinge übernehmen Sie eine große Verantwortung, wir müssen

uns auf Sie verlassen können, genau so, wie Sie sich auf uns.

 

Sollten doch unverhofft Probleme auftreten lassen wir Sie natürlich nicht allein, und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite - notfalls mit der Suche nach einem geeigneteren Platz, was aber unbedingt die Ausnahme bleiben sollte.

 

Das wir den Hund zurück nehmen ist für uns selbstverständlich und auch vertraglich so fest gehalten, aber nicht immer kurzfristig umzusetzen.

 

Finden wir also nicht sofort, oder in der uns gegebenen Zeit, eine neue Stelle für den Hund, müssen wir ihn vorerst in einer Pension unterbringen. Diese Kosten sind dann von Ihnen für einen Monat zu bezahlen.

 

Die Schutzgebühr wird in diesem Fall nicht erstattet.

 

Also überlegen Sie gewissenhaft, ob Sie auch wirklich bereit sind Ihr neues Familienmitglied in guten wie auch in schlechten Zeiten zu begleiten, und an eventuellen Problemen zu arbeiten!

 

Voraussetzungen einer Adoption eines unserer Hunde sind unter anderem:

Alle Familienmitglieder müssen mit der Aufnahme eines Tieres einverstanden sein, wohnen Sie

zur Miete, muss eine Erlaubnis zur Haltung eines, bzw. mehrerer Hunde(s) vom Vermieter vorliegen.

Der Hund sollte nicht länger als fünf Stunden am Tag alleine bleiben müssen, in der
Eingewöhnungsphase wäre es ratsam sich ein paar Tage Urlaub zu nehmen.

Haben Sie ein Haus mit Garten, muss der Garten „ausbruchsicher“ gestaltet sein. Trotzdem sichern Sie Ihr neues Familienmitglied bei den ersten Gängen in diesen mit einer Schleppleine, es gibt viele Ausbruchskünstler unter ihnen, die jedes kleine Loch entdecken, über den Zaun klettern oder sich unter ihm hindurch buddeln.

Bei Ankunft Ihres "Adoptivkindes" wird ein so genannter Schutzvertrag ausgefüllt, dort sind
alle Rechte und Pflichten unseres Vereins und Ihre als neuer Besitzer schriftlich aufgeführt,
der dann von beiden Vertragsparteien unterzeichnet wird.

Wir freuen uns, wenn einer unserer Schützlinge sein endgültiges Zuhause beziehen darf,

freuen uns aber auch, wenn wir von Ihnen und Ihrem neuen Familienmitglied ein

Lebenszeichen erhalten, sei es mal ein aktuelles Bild und ein paar Zeilen wie es ihm geht.

 

Doch nicht nur uns ist es wichtig, sondern auch ganz besonders den Betreuern in Rumänien!

 

Auch sie möchten natürlich wissen, ob es ihren ehemaligen Pflegetieren gut geht, wie sie sich entwickeln.

Oft waren die Hunde recht lange dort, und wie Sie sich sicher denken können, haben auch

die Betreuer ein Stück Herz in eine für sie ungewisse Zukunft gehen lassen...

Die Gesundheit der Hunde:

Sie sind tierärztlich untersucht, entwurmt, geimpft, gechipt und dem Alter entsprechend
schon kastriert, auch haben sie einen EU-Heimtierausweis im Gepäck.

 

Wenn Sie einen Hund direkt aus Rumänien adoptieren möchten, muss mit Giardien (die auch häufig in Deutschland vorkommen!) immer gerechnet werden, gegen diese Darmparasiten gibt es z.B. das Medikament Panacur.

 

Hier ein lesenswerter Artikel über das Thema Giardien

 

Aufgrund der Veränderung ihrer gesamten Lebenssituation (Stress, auch positiver) und der Futterumstellung haben sie auch häufig Durchfall, von daher ist es immer ratsam anfangs kein so hochwertiges Futter zu füttern. Ansonsten fressen sie meist alles, was ihnen angeboten wird.

 

Auf sogenannte "Reisekrankheiten" wird vor Ort nicht getestet. Aus dem einfachen Grund, weil der Hund sich immer noch zwischen Test und Ausreise infizieren kann!

 

 "Reisekrankheiten" oder anders genannt "Mittelmeerkrankheiten" können sein:

 

1. Dirofilaria (Herzwurmerkrankung), Mikrofilarien sind die Larven, Makrofilarien die ausgewachsenen Würmer. Dirofilaria wird durch Mücken übertragen, dagegen gibt es keine zugelassene Impfung in Deutschland. Der wirksamste Schutz ist die Prophylaxe gegen Mückenstiche mittels geeigneter Präparate.

 

2. Anaplasmose wird durch Zecken übertragen, keine Impfung möglich. Zur Prophylaxe sind Repellentien, Parasiten abwehrende Präparate (Spot-on´s / Halsbänder), das beste Mittel zur Wahl.

 

Vorsicht bei Katzen im Haushalt: Mittel mit dem Wirkstoff Permethrin ist giftig für Katzen!

 

3. Bei der Babesiose ist der Überträger die Auwaldzecke und die braune Hundezecke, eine Impfung verhindert nicht die Infektion, sondern lindert lediglich die Symptome. Parasiten abwehrende Präparate sind am sinnvollsten. 

 

4. Ehrlichiose wird übertragen durch die braune Hundezecke, abwehrende Präparate sind am effektivsten, siehe oben.

 

5. Gegen die Hepatozoonose, wird auch übertragen durch die braune Hundezecke, gibt es keine Impfung. Hier ist der Unterschied zu einem Zeckenbiss, dass das verschlucken und zerbeißen einer Zecke die Krankheit überträgt. Die Abwehr der Zecken ist auch hier angebracht.

 

6. Leishmaniose wird nur von der Sandmücke übertragen, beste Vorbeugung, bzw. Abwehr, ist das Anlegen eines Halsbandes mit dem Wirkstoff Deltamethrin, beispielsweise das "Scalibor Protectorband".


Andere Krankheiten, ausgestandene Krankheiten und/oder Behinderungen sind uns bekannt und werden Ihnen selbstverständlich mitgeteilt - Hunde mit offensichtlichen ansteckenden Krankheiten lassen wir nicht einreisen!

Charaktere der Hunde:

 

Alle Hunde waren uns, oder den Menschen die sie bisher betreut haben, gegenüber lieb und verstehen sich mit ihren Artgenossen, mit denen sie gegebenenfalls zusammen lebten - so, wie es in ihrer Beschreibung steht. Sie können anfangs noch etwas schüchtern sein, was sich aber recht schnell legt, wenn man ihnen die nötige Zeit lässt sich einzugewöhnen.

 

Hunde, die als "Angsthunde" beschrieben sind, bedürfen verständlicherweise sehr erfahrener Plätze!

Wenn sich die Hunde mit ihren bisherigen "Freunden" prima verstanden haben, bedeutet das nicht,

dass sie sich auch noch mit allen Artgenossen verstehen, auf die sie dann in ihrem neuen Umfeld treffen.

Doch passen wir schon auf, dass wir keine "auffälligen", bzw. aggressiven Hunde vermitteln.

 

Ob sie Katzen oder (kleine) Kinder kennen, können wir Ihnen nicht immer mitteilen.

 

So gut wie nie sind sie schon stubenrein.

Ob sie alleine bleiben können wissen wir nicht immer zu sagen, sie leben in ihren rumänischen Pflegestellen, oder den Pensionen, mit mehreren Tieren zusammen, ihnen ist das gänzliche Alleinsein von daher nicht bekannt.

 

Das "an der Leine gehen" haben sie meist auch nicht kennen gelernt, und müssen oftmals erst an Geschirr und Halsband gewöhnt werden.

 

Bei Hunden, welche sich in der "Ecarisaj" befinden, können wir nur sagen ob sie freundlich sind, aufgeschlossen oder ängstlich.

 

Erst wenn wir einen Platz in einer Pension, oder in einer der besagten Pflegestellen, für sie gefunden haben, können wir sie näher beschreiben.

 

Ihnen muss bewusst sein, dass der Hund, sofern er direkt aus Rumänien adoptiert wird, eine völlig andere Welt betritt, wenn er bei Ihnen einzieht. Fremde Menschen, eine fremde Umgebung, fremde Geräusche, fremde Gerüche... Alles Gewohnte, was ihm bisher vielleicht auch eine gewisse Sicherheit vermittelt hat, ist von jetzt auf gleich aus seinem Leben verschwunden.

 

Sie müssen ihm nun den Weg in diese neue Welt ebnen, geduldig und ohne Erwartungen. Lassen Sie Ihrem Schützling die Zeit, Sie tragen von nun an die Verantwortung für sein Wohlergehen!

 

Anders sieht es bei Hunden aus, die sich schon bei einer Pflegefamilie in Deutschland aufhalten. Hier können wir sie detailliert vorstellen und wissen um ihre "Stärken und Schwächen"!

Ablauf Übergabe in eine Familie:

Bekunden Sie Interesse ein Tier von uns zu adoptieren, findet vorweg ein Kontaktbesuch statt wo wir uns persönlich kennen lernen und schauen, ob das beschriebene Umfeld für den Hund geeignet wäre. Im Vorfeld haben Sie dann schon einen Auskunftsbogen von uns erhalten.

 

Wohnen Sie nicht in unserer Nähe, werden andere erfahrene Personen Sie besuchen, was wir aber mit Ihnen absprechen.

 

Sind alle Gegebenheiten passig, wird nun in Absprache mit der Pflegestelle, sollte sich der Hund, den sie in´s Auge gefasst haben, schon in Deutschland befinden, ein Besuchstermin vereinbart.

 

Da von unserer Seite aus ab diesem Moment alles geklärt ist, und wenn zwischen Ihnen und Ihrem auserkorenen neuen Familienmitglied "die Chemie" stimmt, sagen wir Glückwunsch :-)!

 

Möchten Sie einen Hund direkt aus Rumänien adoptieren, besteht die Möglichkeit eines vorherigen Kennenlernens natürlich nicht, es sei denn Sie möchten den Weg nach Rumänien auf sich nehmen. Aber auch das stellt kein Problem dar, unsere befreundeten Tierschützer vor Ort werden Sie herzlich in Empfang nehmen, und es wird auch deutsch, bzw. englisch, gesprochen.

 

Doch das ist ja recht selten der Fall, so dass Ihr neues Familienmitglied seinen Weg über einen Transport zu Ihnen finden wird.

 

Die Hunde aus Rumänien kommen immer Samstags auf dem Landwege in Deutschland an. Wir geben den Ankunftsort bekannt, wo Sie Ihren Schützling abholen können.

 

Um die Zeitspanne des Transports so kurz wie möglich zu halten, werden unnötige Stops vermieden, es ist uns also nicht möglich den Hund direkt zu Ihnen zu bringen!

Anfallende Kosten:

Wir verlangen generell eine Schutzgebühr für unsere Schützlinge und akzeptieren keine Ratenzahlung! Steht ein Oldie, oder ein Hund wo ersichtlich ist, dass für die künftigen Besitzer noch Tierarztkosten anfallen, zur Vermittlung, ist die Schutzgebühr Ermessenssache.

 

Kosten für ein Sicherheitsgeschirr. Sollten Sie bei der Übernahme des Hundes noch keines haben, oder Ihres ist nicht passend, bekommen Sie ein Sicherheitsgeschirr von uns, dieses ist dann mit 25,00 € zu erstatten.

 

Eventuelle Kosten für einen Pensionsaufenthalt, siehe Eingangstext.


Zur Erklärung der Schutzgebühr:

Die Schutzgebühr ist kein "Preis" den wir für unsere Tiere verlangen. Sie dient, wie der Name schon sagt, in erster Linie dem Schutz der Tiere. Leider ist vielen Menschen das, wofür sie bezahlen müssen, mehr wert, als das, was sie umsonst bekommen. Geschenktes nimmt man oftmals sofort, bei allem was Geld kostet überdenkt man seine Entscheidung vielleicht doch etwas genauer.

Die Schutzgebühr dient aber nicht nur dem Schutz der vermittelten Tiere, sondern ist auch ein

notwendiger Beitrag zu unseren täglichen Ausgaben. Wir wollen für unsere Schützlinge

natürlich die bestmögliche Betreuung und tierärztliche Versorgung gewährleisten, hier, wie auch in Rumänien! Sämtliche angefallene Kosten vor Ort werden durch unseren Verein getragen.

 

Ein geringer Teil, sollte denn was über sein, fließt in unser Katzenprojekt. Leider wird dies oft übersehen...

Wir in unserem Verein arbeiten ALLESAMT EHRENAMTLICH, und nicht selten zahlen wir anfallende

Kosten aus eigener Tasche, da eingegangene Spenden, oder eben auch die Schutzgebühren,

einfach nicht ausreichen um alle Kosten zu decken...

 

 

 

Copyright © 2009 Michaela Goldhorn "Fellchen in Not e.V." - alle Rechte vorbehalten. Nutzung des Textes nur mit vorheriger Genehmigung des Autors und bei vollständiger Nennung des Autors (komplette Quellenangabe).

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